WN Nottuln Fr., 24.11.2017

 

Nottulner Novembertage „Grufti“ der Spitzenklasse

 

Donnerstag, 23. November 2017, 19 Uhr Darup Alter Hof Schoppmann
Vortrag mit Frau Prof. Dr. Annelie Keil
Im Rahmen der Novembertage und im Jubiläumsjahr konnten wir die gefragte Gesundheitsexpertin Frau Prof. Dr. Annelie Keil, aus Bremen, gewinnen. Wie lebt das Leben? Das ist eine Frage, die sie in ihren Vorträgen, Seminaren und Texten beschäftigt. Und wie können wir unserem Leben auf die Sprünge helfen oder beispringen, wenn es in Not gerät, ist das andere Thema. 
In Nottuln nimmt Frau Dr. Keil uns mit, um über den Tod als Lebensbegleiter zu referieren.
Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen

Der Tod hat sich ja schon mit unserer Geburt  als Lebensbegleiter angemeldet.  Er ist nicht darauf aus,uns das Leben zu vermiesen, sondern ist eher eine Art freundliche Mahnwache. Verletzlichkeit und Endlichkeit mahnen: Lebe behutsam, achte auf Dich und die Welt, entwickle die Potentiale, die in dir stecken, nutze sie für dich und andere. Leben hat nichts versprochen, aber es hält viel.
Wir wissen nie, welche Herausforderungen und Krisen auf uns zukommen, welche wir meistern und welche uns an den Rand bringen bevor wir unseren letzten Abschied nehmen müssen.
Sicherlich ist dieser Abschied für viele Menschen der schwerste, aber je mehr wir ihn als die letzte Lebensaufgabe verdrängen, verlieren wir die Kraft, über die vielen  kleinen Abschiede zu lernen, um was es im Leben geht und dies für den Frieden am Ende zu nutzen.
Prof. Dr. Annelie Keil
Gesundheitswissenschaften 
in Biographie, Krankheit u. Lebenswelten

Prof. Dr. Annelie Keil (2.v.r.) hielt einen lebendigen Vortrag zum Thema „Über das Sterben reden und Abschied leben lernen“, zu dem die Hospizbewegung Nottuln am Donnerstag in den Alten Hof Schoppmann eingeladen hatte. Kirsten Schneider (l.), Dagmar Exner-Kaschintz (2.v.l.) und Mona Letterhaus hatten diesen spannenden Abend organisiert. Foto: Ulla Wolanewitz

Darup - 

Selbstironisch, intelligent und witzig: Prof. Annelie Keil begeisterte die Gäste mit einem lebendigen Vortrag über das Sterben.

Von Ulla Wolanewitz
Zum Leben, das immer wieder in verschiedenen Phasen und nicht nur beim Tod Abschied verlangt, referierte im Rahmen der Nottulner Novembertage auf Einladung der Hospizbewegung Nottuln ein „Grufti“. So betitelte sich Prof. Dr. Annelie Keil am Donnerstagabend im Alten Hof Schoppmann selbstironisch. 120 Minuten, nonstop, ohne auch nur einmal das Glas Wasser anzurühren, das neben ihr auf dem Tisch stand, sprach sie. Und im Publikum gab es einige Tränen: jede Menge dicke Lachtränen und einige kleine sanfte Tränen der Berührung und des Bewegt­seins. Fazit: Spitzenklasse, mehr davon! Und: Das Leben ist schön!

Frisch, fröhlich, genial frech, äußerst unterhaltsam und vor allem fundiert hatte die 78-jährige achtsame Professorin für Sozial- und Gesundheitswissenschaften interessante Fakten und Beispiele zum Thema „Über das Sterben reden und Abschied nehmen“ mitgebracht.

Der Vortrag der unverwüstlichen Bremerin – „Ich habe Krieg und Hunger erlebt, hatte einen Herzinfarkt, dreimal Krebs, und die Galle ist weg“ – machte einmal mehr deutlich, dass das Leben immer wieder neue Herausforderungen stellt, dazu aber auch Wege bietet, die gegangen werden können oder nicht. Wobei die Hoffnung, dass das Leben einen Sinn macht, eine der allerwichtigsten Koordinaten ist.

„Wir fangen durch ein Ende an zu leben. Es startet mit der Ent-Bindung und dem Abschied von neun Monaten Hausbesetzung“, erklärte die Un-Ruheständlerin. „Heißt: Wir müssen schon in die Puschen kommen, bevor wir Füße haben.“ Ein jeder komme als beschriftete Seele auf die Welt, denn niemand könne sich seine Eltern aussuchen, genauso wenig wie die Familie – „wo sie sich ihren Raum erobern müssen“ – noch die Zeitgeschichte und das Land.

Der Eintritt in jeden neuen Lebensabschnitt verlange zwangsläufig den Abschied aus dem alten, erklärte Annelie Keil. Das Kind wird zum Schüler, zum Studenten, Arbeitnehmer, Partner, Elternteil – und jedes Mal ist die Entscheidung für eine Richtung, und damit gleichzeitig gegen eine andere, fällig.

Die Werbung der Wirtschaft wolle uns vom Tod ablenken, preise beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel an, die Fitness und Gesundheit bis ins hohe Alter versprechen. „Alles Quatsch. Soll ich etwa mit ´nem Salto vorwärts in den Sarg rollen? Ich möchte traditionsgerecht von vier netten Männern zu Grabe getragen werden“, meinte Annelie Keil. „Aber ob das klappt, ist auch fraglich. Die haben ja heute alle Rücken.“

Sie selber müsse sich als nächstes vom Führerschein und ihrem Hörvermögen verabschieden und sich irgendwann vielleicht mit einem Rollator anfreunden, gestand sie, gab aber zu bedenken, dass das hohe Alter andere Vorteile mit sich bringe: „Mit dem Rollator kann man anderen über die Füße fahren, um anschließend zu sagen: Entschuldigung, hab ich nicht gesehen. Hoffe trotzdem, es hat weh getan!“

Zack – und schon waren die zwei Stunden vorbei. Annelie Keil verabschiedete sich von ihren begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern mit den besten Wünschen „für Ihre Weiterreise durch das Abenteuer Leben, das jeden Morgen neu beginnt.“

Wn 7.10.2017 Schlaunpreis

Verleihung des Johann-Conrad-Schlaun-Preises an die Hospizbewegung Nottuln

Schleswig-Holstein trifft

Münsterland

30. März 2017

Einladung zu einer Lesung mit Hannes Nygaard zugunsten der

Hospizbewegung Nottuln zu ihrem 20 ährigen Jubiläum.

Die Kriminalromane des Autors Hannes Nygaard um die Husumer Kripo sowie dem

Kieler Lüder Lüders sind inzwischen in der norddeutschen Kriminalliteratur Kult

geworden.

Am Donnerstag, den 30. März 2017 wird Hannes Nygaard in Nottuln zu Gast sein und

in der Aula - dem „Zentrum“ - der Liebfrauenschule zugunsten der Hospizbewegung

aus seinen Kurzgeschichten „Eine Priese Angst“ lesen. Wir hören schwarze

Geschichten zum Gruseln und Schmunzeln: Große und kleine Verbrecher begehen

geschickt getarnte Morde, geraten unfreiwillig in dunkle Machenschaften oder erliegen

dem Fluch von Hass, Gier und Leidenschaft. Außergewöhnliche Mordmethoden und

manch skurriler Beteiligter garantieren beste Krimikost.

Beginn der Lesung ist 19.30 Uhr, wir begrü.en Sie und Euch gerne schon ab 19 Uhr.

Karten für 8 € gibt es bei der Buchhandlung Maschmann, die freundlicherweise auch

den Buchverkauf übernimmt. Getränke und kleine Knabbereien werden den Abend zu

einem gemütlichen Zusammentreffen werden lassen. Zwei Zuhörer werden aufgrund

der Nummer auf ihrer Eintrittskarte mit einem Geschenk überrascht.

Wir freuen uns über unser Jubiläumsgeschenk des bekannten Autors der „Hinterm

Deich Krimis“ und auf Sie/Euch!

Vorstand und Koordinatorinnen

der Hospizbewegung Nottuln

www.hospizbewegungnottuln.de

 

http://www.hannes-nygaard.homepage.t-online.de/39994.html

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10 Jahre Trauercafé in Nottuln.pdf
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Hospiz macht Schule _ Vom Werden und Ver
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WN-Trauercafé wird zehn Jahre alt ....pd
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Trauercafe Im Leid Glück erfahren ....pd
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Johann-Conrad-Schlaun-Preis
Bericht WN Nottuln
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Ganzer Artikel WN vom 9.2.2017
Die gute Tat : Kreisbeschäftigte spende
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So., 25.10.2015

Hospizbewegung Nottuln

 

Vorstand wieder komplett

Verstärkung für die Koordinatorin der Hospizbewegung Nottuln, Mona Letterhaus (re.): Die ehemalige Schatzmeisterin Kirsten Schneider (3. v. li.) bildet nun mit Letterhaus ein Team. Foto: Marita Strothe

Nottuln - Hermann Nienkemper ist neuer 2. Vorsitzender der Hospizbewegung Nottuln.

Von Marita Strothe

„Die Gruppe wächst, die Aufgaben wachsen“, stellte Dagmar Exner-Kasnitz, 1. Vorsitzende, am Donnerstagabend zur Begrüßung der gut 20 Anwesenden beim Treffen der Hospizbewegung Nottuln im Johanneshaus fest. Deshalb habe Koordinatorin Mona Letterhaus nun seit Kurzem mit Kirsten Schneider eine Kollegin an die Seite gestellt bekommen, informierte die Vorsitzende die Mitglieder.

Allerdings sei die Aufgabe als Koordinatorin nicht mit der Arbeit als Schatzmeisterin vereinbar, stellte Exner-Kasnitz anschließend klar. „Das hat zur Folge, dass wir bei der außerordentlichen Mitgliederver- sammlung ordentlich wählen müssen“, so die Vorsitzende schmunzelnd. Zuvor dankte sie Kirsten Schneider jedoch ganz herzlich für das Engagement rund um die Finanzen des Vereins. Die Kassen- führung bekam nun Rüdiger Runge von den Mitgliedern übertragen.

Dieser machte damit allerdings den Posten des 2. Vorsitzenden frei und wurde aus diesem Amt eben- falls mit einem herzlichem Dankeschön von der Vorsitzenden verabschiedet. Ins Amt des stellvertre- tenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder Hermann Nienkemper. Dieser konnte an der Versammlung zwar nicht teilnehmen, hatte zuvor jedoch schriftlich sein Interesse und Einverständnis dokumentiert.

Einstimmig sprachen sich die Anwesenden für ihn aus, sodass nun der Vorstand, verstärkt durch Kirsten Schneider als neue Koordinatorin, wieder komplett ist. Mona Letterhaus wies die Mitglieder darauf hin, dass nun E-Mails an die Adresse Info@hospiz-nottuln.de parallel an beide Koordinatorinnen geleitet werden.